Unser Logbuch
Herzlich willkommen in unserem neuen Online Tagebuch, auch Weblog genannt. Oft haben wir berichtet, wie chaotisch teilweise unsere Konzertreisen verlaufen, ja wie viel Pech, Glück und auch Unvermögen manchmal unsere Zeit bestimmt. Über all diese tollen, alläglichen und lustigen Ereignisse wollen wir Euch hier auf dem Laufenden halten, also viel Spaß beim Stöbern.
Achtung, Glücksspiele können süchtig machen!!
Sie haben sich sicher schon mal gefragt, was wir Sänger eigentlich in der Stunde vorm Konzert so machen, während Sie in die Kirche kommen, Freunde und Bekannte begrüßen, sich einen guten Sitzplatz sichern und einen neugierigen Blick ins Programm werfen. Tja, da könnten wir Ihnen viele lustige Anekdoten erzählen von fehlenden Socken bis hin zu einer leckeren Currywurst-to-go! Doch am schönsten ist die „Stunde Null“ immer vor unseren Weihnachtskonzerten.. -und wir wären nicht wir, wenn nicht auch da im kreativen Chaos bei Kerzenschein immer wieder die ein oder andere witzige Aktion bei heraus kommen würde! So auch geschehen vor unserem Adventskonzert in Gardelegen. Unser neuester Clou: das sagenumwobene Stimmpfeifen-Flaschendreh-Roulett!! Dafür lege man eine Stimmpfeife auf eine Wasserflasche und drehe sie. Wenn die Stimmpfeife anhält, gebe man den Ton, der vor einem parkt. Von diesem Ton aus singen nun alle ein vorher festgelegte Weihnachtslied.. -ein gelungener Spaß für alle Sänger, die schon immer mal aus den ihnen auferlegten Stimmumfängen ausbrechen wollten!! ;-)
Heute haben wir uns unsere Weihnachtsgeschenke redlich verdient.. ;-)
Nachdem letzte Woche endlich die zwei großen Kisten mit den druckfrischen Karten unser Domizil erreichten, hieß es heute: sortieren - mit den Raumplänen abstimmen - auf die Vorverkaufsstellen verteilen! Was einfach klingt, klingt leider nur einfach.. -in der Tat nahm diese Aktion dann doch einige Stunden in Anspruch und es wanderten viele hundert Karten durch unsere Hände. Nächste Woche werden die Vorverkaufsstellen bestückt und natürlich haben wir auch eine große Ladung an Bord, wenn wir zu unseren Weihnachtskonzerten fahren.. -nun kann er losgehen, der "Run" auf die allerbesten Plätze und die perfekten Weihnachtsgeschenke!
Ps: Der Boden unsere Bonboniere ist noch nicht zu sehen, aber wir arbeiten daran.. ;-)
Auch wir sind bestechlich..
Es ist ja meist nicht einfach, anderen Menschen eine Freude zu machen, weil man nie weiß, ob man mit seinem Geschenk ins Schwarze trifft, doch EIN Überraschungsgeschenk traf genau unseren Nerv! Vor unserem letzten Konzert in der Salzwedeler Marienkirche, in dem wir unser Festivalkonzept inklusive Logo präsentierten, bekamen wir eine große Bonboniere geschenkt, geschmückt mit unserem Festival-Logo. Das war schon eine tolle Überraschung für uns, doch unsere Augen wurden noch größer, als wir einen Blick in dieselbige warfen: sie war bis oben hin gefüllt mit Lakritze und leckeren Gummischlangen! Perfekt!! Sie können sich sicher vorstellen, wie mittlerweile die Proben ablaufen: wir arbeiten mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften am Süßigkeitenberg, doch ein Ende - also der Boden der Bonboniere - ist noch immer nicht in Sicht! Wenn wir ihn sichten, gibt es hier natürlich eine kleine Randnotiz. Vielleicht finden sich weitere edle Spender? Für Süßigkeiten tun wir schließlich (fast) alles.. ;-)
Sommerpause adé, wir nehmen Kurs auf Konzerte
So schön die Sommerpause auch für alle Beteiligten war, widmen wir uns jetzt endlich wieder etwas Schönerem. Nach langem Nichtstun - und dabei doch arbeiten gehen- legen wir uns nämlich wieder richtig in die Singe-Riemen.
Anfangs kommt man zwar immer mal wieder ins Rudern, weil der Probenrhythmus noch nicht ganz wieder auf dem Damm ist, wer jetzt aber meint, wir kämen nicht vorwärts, dem können wir gleich den Wind aus den Segeln nehmen.
Allein sechs neue Stücke aus Kiel und Feder unseres geschätzten Alt-Matrosen Sebastian bereichern unser Repertoire seit Beginn der 2. Konzerthälfte des Jahres.
Wie bereits angekündigt, sind sie genretechnisch mit allen Wassern gewaschen. Mit diesem Konzertkurs ergibt sich auch der ein oder andere Exkurs in Musikszenen, die deshäufigeren auch in einen Diskurs über Gestaltung und Dynamik ausufern.
Jedoch möchten wir Ihnen, gemäß dem Motto "Auf alten Booten lernt man segeln", in der kommenden Jahreshälfte natürlich nicht die "alten Meister" vorenthalten, denen wir mit (für uns) neuen und alten Werken unsere Aufwartungen machen.
Wir hoffen, dass sie im Urlaub auch ein bisschen Zeit für Land- und Seegang in fremden Regionen oder zumindest zu hause etwas Entspannungs- und Liege-Stuhlgang genießen konnten.
In diesem Sinne ein freudiges Ahoi auf die 2. Hälfte!
(Sommer)Pausen sind auch Musik
Sommerpause herrscht bei uns. Angeblich! Vergeblich! Denn in der Tat frage ich mich dieser Tage, wann Sommers Pause endlich vorbei ist, oder ist etwa gar nicht Sommer und nur Pause, also nur Pause ohne Sommer, quasi mit Herbst oder Winter, aber ohne Pause und ohne Sommer, also nur Herbst oder Winter oder was auch immer, bei diesen Tempe..., Tempa..., Tempi... wie hieß doch das Wort für sommerliche Wohlfühlangaben???
Wie auch immer! "Pausen sind auch Musik" habe ich mir gedacht und die kühlen Tage genutzt, um mich dem musikalischen Teil der Vorbereitung unseres Festivals zu widmen. Die Idee: Jeder aktive MPAWler sollte sich einen Song aussuchen, den ich für ihn arrangiere. Nun, es ist fast vollbracht. Nach knapp drei Wochen habe ich fünf Songs fertig gestellt und ich muss sagen, dass das, was am Ende herausgekommen ist, in jedem Fall interessant klingt. Nun hoffe ich nur noch, dass die Arrangements, die stilistisch von Heavy Metal bis zur Ballade reichen, unserem Publikum, vor allem aber meinen Mitstreitern wohlgefallen. Ich bin sehr gespannt darauf ... wann die Sommerpause endlich pausiert!!!
Erfolgreicher Auftakt in die Konzertsaison 2011
Am vergangenen Wochenende begann für uns die neue Konzertsaison 2011 mit einem Konzert in der Pauluskirche in Bergen an der Dumme. Dieses Konzert verdeutlichte mir, und ich denke auch den anderen, wieder einmal, was Künstler antreibt, über lange Zeit an sich zu arbeiten und jede Nuance herauszuholen.
Die Rede ist von dem unbeschreiblichen Moment des Auftritts, der von Spannung, Unterhaltung, Freude und Ernsthaftigkeit gleichermaßen geprägt ist. Es gibt Konzerte, in denen das alles von Beginn zutrifft. Zuerst wären da die ca. 160 Besucher zu nennen, die uns nicht nur in einer tollen Atmosphäre empfingen, sondern mit denen wir eine Art Verbindung eingehen konnten, was uns ehrlich zugegeben, nicht immer gelingt. Nicht zu vergessen die netten Veranstalter, die uns alles wunderbar vorbereiteten und für unser leibliches Wohl sorgten. Zuletzt sei noch die wundervolle Pauluskirche selbst zu nennen, die die Atmosphäre mit ihrem Flair und ihrer Bauweise abzurunden verstand.
Der Applaus und der Zuspruch am Ende dieses Abends schuf uns einen wahrlich erfolgreichen Auftakt in dieses Konzertjahr. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten Begegnungen und Konzerte.
Aus der Anekdotenkiste
Prolog:
Anekdoten sind es, die es uns ermöglichen, Erinnerungen an Ereignisse jeglicher Art mit anderen zu teilen. Seit der Gründung des MPAW hat sich natürlich eine unsagbar große Menge an Anekdoten angesammelt, die beim gemeinsamen Sitzen gerne ausgetauscht und belächelt werden. Selbstredend möchten wir Ihnen und Euch diese natürlich nicht vorenthalten.
Sie haben Ihr Ziel erreicht...
Wenn wir als MPAW auf Konzertreise gehen, dann wissen wir im Regelfall schon vorher im Gröbsten, was auf uns zukommt. Da gilt es neben den Konzerten, An- und Abreise natürlich auch noch logistische Sachen wie beispielsweise die Unterkunft, Verpflegung, Vor- und Nachbereitung von Auftritten, Aufbau der Lichtanlagen und natürlich den Soundcheck zu organisieren.
Nun könnte man ja, bei fast 20-jährigem Bestehen des MPAW, davon ausgehen, dass jeder weiß was er zu tun hat.
Das ist auch so... im Gröbsten. Trotz alledem ist nicht immer ein reibungsloser Ablauf eines Konzertwochenendes gewährleistet. So kam es beispielsweise bei der Anreise am letzten Konzertwochenende zu unerwarteten Komplikationen.
Es geschah, dass wir uns, obwohl mit hochmodernem wegweisenden Hilfsmittel ausgestattet, nach der Konfrontation mit einer Baustelle plötzlich im tiefsten Wald wiederfanden. In so einem Moment kann man natürlich breit darüber diskutieren, wem es für dieses Malheur die Schuld in die Schuhe zu schieben gilt.
Ich glaube ja, es ist dem Wechsel des Wegweisenden zur Last zu legen. Wurden wir bisher geleitet von kurzen, prägnanten und offensiven Aufforderungen durch die sonore Stimme eines einschlägigen und weltbekannten Actionfilm-Helden, so bat uns am besagten Wochenende eine liebliche Frauenstimme sanft, doch bitte auf der von ihr empfohlenen Route zu bleiben, die sich ja letztlich, der Baustelle geschuldet, als Sackgasse entpuppte.
Das ist jedoch lediglich eine Spekulation meinerseits; Woran es dann wirklich scheiterte, weiß nur der Fahrer.
Während dieser ausstieg um das eigene, nun führerlose Gefährt, beim Durchfahren dieser verkehrsberuhigten Zone zu blitzen (siehe Foto), stellte man im Bus schon einen Notfallernährungsplan mit am Wegrand gedeienden Beeren auf.
Glücklicherweise war der aber nicht von Nöten und es gelang uns, weitestgehend zügig und körperlich unversehrt, den matschig-lehmigen, einspurigen Waldpfad zugunsten einer gut gepflegten Bundesstraße hinter uns zu lassen und unsere Reise zum Veranstaltungsort ohne größere Verzögerungen weiter in Angriff zu nehmen.
Eine Legende geht
Mit dem Beginn des Monats Oktober wurde mir doch stärker als gedacht bewusst, wie lange mich bereits die A-cappella Musik in ihren Bann zieht. Auschlaggebend für diese Gedanken ist der Personalwechsel bei den King's Singers, zweifelsohne bis heute das Ensemble, dass uns am stärksten geprägt hat. Die Rede ist von Stephen Connolly, der 23 Jahre nicht nur die King's Singers, sondern auch zahlreiche andere Ensembles und Sänger mit seinem Klang und seiner Persönlichkeit inspirierte und beeinflusste. So auch mich.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich im zarten Alter von 13 Jahren zum Music Project Altmark West kam und gleich die Stimme des Basses übernahm. Mein früher Stimmbruch machte es möglich. Fast zur gleichen Zeit kaufte ich mir meinen ersten King's Singers Silberling mit dem Titel "The Beatles Connection". Seit dem war es passiert. Aufmerksam verfolgte ich jede Note und jeden Klang den Stephen von sich gab, um durch hören zu lernen und zu wachsen. Ja, ich wollte wie er klingen. Auch wenn mir das aufgrund meiner eigentlichen Baritonstimme nur mäßig gelang, hat es mich begeistert und angespornt, ich war quasi mit dem Bassvirus "Stephen Connolly" infiziert. Auch bei meinem ersten Besuch eines King's Singers Konzertes, saß ich gespannt in den vorderen Reihen, sah und hörte sehr genau zu.
Seither bin ich dabei, mittlerweile auch schon im 18. Jahr als Bassbariton, aber immer noch nicht müde von der Musik und immer noch geprägt von dem stimmlichen Reichtum, den die sechs Engländer, insbesondere Stephen erzeugen und erzeugten.
Nun widmet er sich nach 23 Jahren einer neuen Aufgabe und ein junger Mitzwanziger tritt in seine großen und schwer zu füllenden Fußspuren. Aber wie wir die King's Singers kennen, wird auch der Nachfolger den unverwechselbaren Sound weiter tragen. Ich wünsche Stephen alles Gute in seiner neuen Aufgabe und seinem Nachfolger, viel Spaß und Glück. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Konzerte!
Backus repetieribus
Ein neues "Virus" scheint sich in unsere Probenarbeit einzuschleichen. Immer wieder sind einige von uns oder das gesamte Ensemble von ihm betroffen und immer wieder kommt es zu merkwürdigen Ausfallerscheinungen vor, während und nach der Probe. Ja, man kann sagen, dass einzelne Ensemblemitglieder sogar in prähistorische Verhaltensmuster verfallen, sobald das "Virus" wieder zugeschlagen hat. Die Rede ist von backus repetierius, besser bekannt unter dem Begriff "der gemeine Backwahn", aber nicht zu verwechseln mit Backwaren, die ja das Ergebnis desselben darstellen.
Ursachen:
Die Medizin tappt hier noch weitestgehend im Dunkel, da das Virus so gut wie nicht erforscht ist. Meist sind die Mitglieder der vorherigen Generation betroffen oder aber Partizipalkomponenten derselben Generation, selten die aktive MPAW-Generation.
Symptome und Verlauf:
Das Virus äußert sich zunächst in dem unstillbaren Bedürfnis, nach Bäckerart tätig zuwerden. Schnell werden dann die entsprechenden Utensilien und Ingredienzien gesichtet, gesammelt und aufbereitet, wobei weder Kosten noch Mühen gescheut werden, um dem Bedürfnis nachzugeben. Bereits in einem sehr fühen Stadium wird der Drang nach allem, was der Garten saisonal hergibt, spürbar. Am Ende dieser, wir nennen sie "Initialphase" steht bereits die fertig ausgebildete Backware, die nun von einer Wirtsperson in eine bestimmte Population, meist die aktive MPAW-Population, getragen wird.
Hieran schließt sich die "Finalphase" an, die mit dem typischen und immer gleich ablaufenden Symptomschema einhergeht: Erkennen der Backware, außerordentliche Freude über die Backware und Verlust der physischen Kontrolle, bis hin zu physiologischen Ausfallerscheinungen (Es wurde beobachtet, wie Mitglieder der Spezies Sopranopitikus noch lange nach der Probe lieber zur kalorienreichen Backware als zum gesunden Naturprodukt griffen!).
Folgen und Komplikationen:
Die Folgen dieser Epedemie können nur erahnt werden. Die gefürchtetste Komplikation besteht im erheblichen Spannen der Gürtel an den Hosen. Hierdurch wird nicht nur das unter dem Gürtel liegende Gewebe erheblichem Druck ausgesetzt. Auch die Atmung während der Proben und/oder Konzerte ist teilweise so stark beeinträchtigt, dass die gefürchtete Schnappatmung (vgl. Kapitel "Karpfen und ihr Leben am Strand") einsetzt. Nicht zuletzt durch den Belag der Backwaren - beispielsweise mit frischen Pflaumen - droht weiteres Ungemach von ganz anderer Seite, das bisweilen ein Weiterproben unmöglich macht...
Innovatives Bügeln
Am vergangenen Konzertwochenende wurden wir Zeugen eines wirklich neuartigen und innovativen Bügelverfahrens. Johannes stellte mit Erschrecken fest, dass sein Konzertanzug starke Falten aufgrund schlechter Lagerung aufwies. Leider war die Zeit weit fortgeschritten, denn ca. 40 Minuten später sollte bereits unser Konzert in der wirklich vollbesetzten Kirche zu Riebau beginnen.
Johannes, grandios vorbereitet, zog den Anzug an, holte ein Bügeleisen aus seiner Tasche und begann "am lebenden Objekt" zu glätten, was zu glätten ging. Und alles nur mit Dampf!
Ob es gewirkt hat, konnten wir nicht genau feststellen, für die wirklich tolle Idee gibt es aber von uns 10 Punkte und einen Blog Eintrag. Soweit mal wieder von der Front der MPAW-ler.
